Monte Bar

Auch die beiden restlichen Tage des Tessinaufenthalts, fassen wir fünf Biker vom Club zusammen. Mit Zweitagesrucksack geht es zum Monte Bar. Übernachten werden wir in der gleichnamigen SAC Hütte.

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3. Tag – 16.8.14

Die Nacht in Bigorio war erholsam, und der Morgen begrüsst uns bereits mit wunderbarem Wetter. Der heutige Tag wird wieder eine negative Höhenbilanz aufweisen. Dies heisst, dass mehr Höhenmeter als Dwonhillmeter absolviert werden. Die Route ist fast alt bekannt, der Name Val Colla.
So starten wir mit der ersten Tobeldurchquerung, bevor es beinahe endlos aufwärts geht. Nach Sonvico spuhlen wir ein paar Asphaltmeter ab. Danach geht es auf Kieswegen weiter bis zur Alp Pairolo. Die Steigung ist sehr angenehm und für gut Trainierte ohne Probleme zu meistern. Der …..brunnen gibt einiges zu lachen und spendet die nötige Flüssigkeit.

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Nach der Pause wird der Weg interessanter. Immer noch mehrheitlich aufwärts, teils sogar schiebend, dann wieder flüssig eben, erreichen wir Bocchetta di San Bernardo.

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Hier überschreiten wir die Grenze Schweiz-Italien, resp. folgen fast dem Grenzverlauf. San Lucio ist nicht mehr weit. Was uns erwartet, übersteigt fast unsere Vorstellungen. Der Ort mit der Kapelle ist ein wunderschöner, einsamer und idyllischer Ort. Im Normalfall. Was wir antreffen ist gewalitg. Hunderte von Leuten und ein riesen Fest. Überall stehen Autos, Motorräder, Trialmaschinen und Quads in der Gegend. Der Helikopter darf auch nicht fehlen.
Wir bahnen uns einen Weg durch die Menge und kaufen Polenta am Essensstand. Mittag.

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Frisch gestärkt verlassen wir das Fest und folgen dem Natursträsschen. Genau, wir folgen nicht der Bikeroute, wir wollen den Gazzirola erklimmen. Der fahrbare Weg führt bis zur Rifugio Gazzirola. Bereits erblicken wir den Comersee.

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Ab hier muss das Bike wieder schiebend den Berg hoch befördert werden. Zumindest bis zur Anhöhe. Wer meint, das Gipfelkreuz sei das Ziel, hat sich getäuscht. Der Gazzirola liegt noch etwas weiter hinten. Die Aussicht ist fantastisch von hier oben. Der Blick schweift vom Lago di Como, zum Lago di Lugano bis zum Lago Maggiore. Von den Tessiner Bergen bis zu den Walliser Alpen. Herrlich! Der Gazzirola ist mit seinen 2’116 m.ü.M einer der höchsten Gipfel vom Sotto Ceneri und liegt auf der Grenze Schweiz-Italien.

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Wir können uns kaum mehr trennen von dieser Rundsicht. Die schöne Seite vom Biken ist jedoch noch nicht vorbei. Die Abfahrt vom Gipfel ist etwas für Technikfreaks. Die steile Alpwiese ist durchsetzt von Steinen. Ein Weg, resp. der Schotterstreifen ist nur teilweise sichtbar. Das Gröbste ist geschafft. Danach folgen wir der Krete bevor wir vor dem nächsten Gipfel runter zur Bikeroute wechseln.

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Nach Piandanazzo ist der Trail zu Ende und ein Strässchen führt bis zur Monte Bar Hütte, unserem Nachtlager. Wer noch nie in dieser Hütte übernachtet hat, sollte dies unbedingt nachholen. Nur schon die Aussicht auf Lugano ist ein Besuch wert.

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4. Tag – 17.8.14

Wieder liegt eine Nacht auf dem Berg hinter uns. Gestartet wird Richtung Motto della Groce, dem grossen Kreuz. Dies aber mit Zusatzschlaufe über den Caval Drossa. Mit der einmaligen Sicht auf Lugano und den See ist es extrem schwierig sich auf den Trail zu konzentrieren.

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Die Schotterstrecke bis zur Alp Davrosio hat wieder einiges zu bieten. Danach der Strasse entlang bis Gola di Lago.
Bereits verlassen wir die Bikeroute. Der nächste Downhill steht an. Und was für einer. Unten in Camignolo zeigen die Mundwinkel weit nach oben.

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Ein wenig Pflichtprogramm schadet auch nichts, sonst werden wir noch übermütig. So rollen wir die Asphaltstrasse hoch bis Isone, schlagen eine Pause ein und absolvieren danach viele Höhenmeter. Die Strasse den Berg hoch gehört zum Militärgebiet der Grenadiere. Plötzlich zweigt ein Trail ab. Natürlich aufwärts. Vorbei an der Alpe Matro gelangen wir auf einen super Höhenweg. Alpe Ladrim und Alpe Crocc sind hinter uns. Der Trail wechselt zwischen auf und ab. Dann eine längere Abfahrt zurück nach Davrosio und Gola di Lago.

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Jetzt noch die letzten Höhenmeter und dann das Finale. Wir entscheiden uns für die Westseite vom Monte Bigorio. Alle lassen es ordentlich krachen, vorbei an Chiesa und immer Richtung Tal. Vier Tage ohne gröberen Sturz oder einer Panne. Kein platter Reifen trotz der vielen spitzigen Steine. Pfffffff. So quasi in der letzten Abfahrt hohlt uns die Realität ein. Bruno braucht einen neuen Schlauch. Da bin ich mit Tubless super bedient, obwohl ich am zweiten Tag auch ein Loch eingefangen habe. Die Dichtmilch spritzte munter heraus und hatte extrem Mühe das Loch zu dichten. Aber es hat trotzdem funktioniert. Glück gehabt.

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Zurück in Tesserete war für uns klar: Zwar sind unsere Biketage leider schon vorüber, aber sie waren mega! Danke an Felix für die tollen Trails und allen für die super Kameradschaft.

 

3. Tag
Fahrzeit: 4:06 h
Distanz: 33.2 km
Höhenmeter: 1’962 hm
Downwillmeter: 993dm
Bike: Liteville 301 Mk11

4.Tag
Fahrzeit: 4:11 h
Distanz: 44.0 km
Höhenmeter: 1’572 hm
Downwillmeter: 2’635 dm
Bike: Liteville 301 Mk11

 

2 Gedanken zu “Monte Bar”

  1. Dieses Gebiet ist einfach wunderschön. Ich war schon ein paar Mal dort und geniesse es jedesmal. Und wenn man eine solche Tour mit einer Übernachtung verbinden kann, ist das Erlebnis umso schöner.

Danke für deinen Kommentar !

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