vom Gornergrat nach Europa

Anfang September ist der Zeitpunkt für 3 Tage biken mit dem Club. So fahre ich mit 4 Kollegen ins Wallis nach Zermatt.
Der Freitag als Anreisetag fällt fast dem Regen zum Opfer. Für eine kleine Runde können wir uns am Nachmittag noch knapp motivieren. Der Samstag präsentiert sich dann mit viel Sonne und idealem Bikewetter. Ab auf die Trails.

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Eindrücklich was für einen Pioniergeist man früher mit dem Bau der Bahnen an den Tag gelegt hat. Die Gornergratbahn bringt uns auf gute 3’000 Meter Höhe. Mit dem Bike hätten wir unzählige Schweisstropfen und viel Zeit verschenkt. Für den lockeren Aufstieg müssen wir tief in den Geldbeutel greifen. Dafür ist die Fahrt ein Erlebnis. Das Panorama auf dieser Höhe ist umwerfend. Die Viertausender stehen in Reih und Glied vor uns. Mitten unter ihnen das weltberühmte Matterhorn. Dazwischen eisige Gletscher.

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Noch knapp präsentiert sich das Horu wolkenfrei. Das soll sich im laufe des Tages noch ändern. Trotz der einmaligen Aussicht schweift unser Blick langsam auf die Abfahrt. Kurz nach der Station unterqueren wir die Bahn. Diesmal versuchen wir eine neue Route. Im Nu sind wir fast auf einsamen Pfaden unterwegs, fernab vom Tourismus. Nur ein einsamer Wanderer treffen wir an. Diese direkte Linie zum Grüensee hat es in sich. Ein echter Leckerbissen für Technikliebhaber.

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Die ersten Gewässer haben wir auf der ersten Abfahrt schon passiert. Der Grüensee ist jedoch der Erste See mit Namen. Im Aufstieg zur Fluealp kommen wir noch am Grindjesee und am Stellisee vorbei. Wie alle Seen haben auch diese ihre spezielle Anziehungskraft. Ich mag die Bergseen.

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Im Restaurant ist der Mittagshalt angesagt. Die Aussicht könnte nicht besser sein. Ein toller Platz hier oben.
Die Abfahrt führt uns nachmals am Stellisee vorbei. Gleich am Seeende biegen wir in den Trail ein. Der Höhenweg führt uns zum Blauherd.

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Was jetzt folgt ist einsame Klasse. Bis oberhalb Tufteren sind wir kaum ansprechbar. Der Trail verzaubert uns. Mein Herz habe ich gleich an diesen Trail verschenkt.

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Leider ist der Europaweg seit letzten Herbst gesperrt. Aber wieso? Zum Glück haben wir gestern mit einem Einheimischen gesprochen. Der erklärte uns die Situation. Der Weg ist in guten Zustand. Nur an einer Stelle ist der Hang oberhalb vom Weg instabil. Daher hat man aus Sicherheitsgründen den bekannten Weg gesperrt. Zum Befahren für uns Biker ist das kein Problem. Der Hang war den ganzen Sommer stabil. Wir sollen ruhig durch. Gerne, das machen wir. Augen zu und durch. Und dafür haben wir den gesamten Weg für uns alleine, herrlich.

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In Ottafe darf der obligate Halt bei der redegewannten, ehemals Deutschen Servierdüse nicht fehlen. Danach geht es auf dem Europaweg ein Stück weiter. Dann lassen wir uns das grandiose Finale schmecken. Auf dem Trail der uns nach Täsch runter führt habe ich mein Herz heute schon zum zweiten Mal verschenkt. So macht biken einfach Spass.
Nach Zermatt hoch folgen wir dem Wanderweg. Das kühle Bier und das Fondue am Abend müssen noch verdient werden.

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Distanz: 32.1 km
Fahrzeit: 3:09 h
Höhenmeter: 992 hm
Downhillmeter: 2’349 dm
Bike: Liteville 301 Mk11

 

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