alles GRATIS

Hast du dir eigentlich schon mal Gedanken dazu gemacht, was mein Blog für einen Wert hat? Klar, das kann nicht mit einer Zahl ausgedruckt werden, möchte ich auch nicht. Trotzdem ist der Wert nicht zu unterschätzen. Nicht nur private Personen die Infos aus meinem Blog holen, auch Firmen der Bikebranche und Tourismusorte profitieren davon sehr. Kaum jemandem ist sich dessen bewusst. Grund genug, ein paar Gedanken, die mir schon lange unter den Nägeln brennen, niederzuschreiben.

Auf meinem Blog ist nicht nur allesROTSCHER, auch allesGRATIS.
Ja, alles gratis! Die ganze „Werbung“ für Produkte, Ortschaften, Regionen etc. Ein Blog ist extrem Nachhaltig. Gerade in der heutigen schnellen Zeit. Da ein Foto auf Facebook, dort ein Selfie auf Instagram, eine Kurznachricht auf Twitter. Und Schwups sind sie nach kurzer Zeit in Vergessenheit geraten. Meine Blogbeiträge sind fest im Netz und über die Suchmaschinen schnell und bequem zu finden, auch noch in ein paar Monaten oder Jahren. Genau das zeigen meine Zugriffszahlen auf dem Blog. Es gibt Seiten, die haben über viele Jahre super Zugriffszahlen, gehören zu den absoluten Top-Favoriten. Auch bestimmte Tourenberichte werden noch nach Jahren immer wieder aufgerufen.

Weisst du was ich meine? Gerne füge ich hier zwei konkrete Beispiele an.

 

Liteville:
Alles begann vor einigen Jahren, als die Bikes von Liteville, zumindest in der Schweiz, noch sehr unbekannt waren. Ich wollte mein eigenes Rad zusammenbauen, mein erstes Liteville-Bike wurde Tatsache. In der Zwischenzeit habe ich vier Litevilles gekauft.
In fast allen Beiträgen sind Fotos meiner Mountainbikes zu sehen. Eigene Seiten und Beiträge verraten Details zu den Aufbauten und Erfahrungen. Anfrage um Anfrage gelangt in meinen Posteingang. Spätestens nach dem zweiten Bike, dem 301 Mk11, wird mein Blog zur Anlaufstelle für zukünftige Litevillefahrer. Ich beantworte in vielen Stunden wöchentlich alle Mails über Rahmen, Komponenten, Schraubertipps und vieles mehr. Ich werde zum wohl besten „Litevilleverkäufer“ oder „Litevillebotschafter“ der ganzen Schweiz. Leider lässt sich das nur nicht in Zahlen ausdrücken.
Alles gratis. Wahrscheinlich bin ich selber schuld, dass diese Info nie zum Hersteller persönlich gelangt ist. Denn ich muss anfügen, ich bin nicht von Liteville gesponsert. Jede letzte Schraube für meine Bikes habe ich aus meinem eigenen Geldbeutel berappt. Vielleicht ist es gerade eben diese Unabhängigkeit, die mich so vertrauenswürdig gegenüber anderen Interessenten macht. Wie auch immer, zu den Topseiten auf meinem Blog gehören schon seit Jahren jene mit meinen Bikes.

Wallis:
Ins Herz gemeisselt, heisst der Werbeslogen vom Kanton Wallis. Das ist bei mir klar der Fall. Ich verbringe schon seit Kindheit Ferien in diesem schönen, grossen Alpental. Mit meiner Bikeaktivität und der Möglichkeit, in die Ferienwohnung meiner Mutter gehen zu können, häufen sich die Beiträge über diesen Bergkanton. Schmucke Walliserspeicher, verschneite 4’000er Berggipfel, das Horu (Matterhorn), romantische Suonen (Wasserkanäle), flowige Trails, geniales Wetter … all dies ist auf unzähligen Bildern in meinen Beiträgen zu sehen.
Wer auf den Suchmaschinen sich über das Wallis und Biken informieren möchte, landet auf meinem Blog. In den letzten Jahren häufen sich die Anfragen über die von mir gefahrenen Biketouren im Wallis oder zu Tourentipps, Übernachtungen etc. Auch hier beantworte ich fleissig alle Mails. Ich bin zum bikenden „Wallisbotschafter“ geworden. Kaum jemand ist sich bewusst, wieviel Geld durch mich direkt oder indirekt ins Wallis geflossen ist. Auch das ist leider nicht in Zahlen auszudrücken.

 

Fazit:
Alles kein Problem für mich … allesROTSCHER. Gerade in den beiden genannten Fällen mache ich das gerne. Schliesslich bin ich doch der Walliser Litevillefahrer 😁
Es erstaunt mich dennoch, dass wir seriöse und langjährige Blogger nicht mehr beachtet werden. Eine Investition mittels Sponsoring, zur Verfügung stellen von Materialien (Bikes, Reifen, Kleidung, Rucksäcke etc.), Einladungen in Bikeregionen und/oder Hotels etc., wären für Firmen oder den Tourismus einen Klacks. Der Werbeeffekt aber gross und nachhaltig. Oder es wäre einfach ein herzliches Dankeschön für so viel automatische, unabsichtliche, unabhängige, neutrale Werbung …
Trendy sind heute eher die kurzlebigen sozialen Medien. Als Unterstützung zum Blog benutze ich Instagram und Facebook natürlich auch. Hier ist mir wichtig, authentisch, aktuell und zeitnah zu sein. Viele Leute posten Unmengen von (alten) Bildern aus ihrem Archiv und/oder laienhafte Aufnahmen . Hauptsache man postet und erzielt Reichweite und befriedigt die Sponsoren. Influencer Marketing ist das moderne Zauberwort.

Falls nun doch jemand das Gefühl hat, er müsse sich mit mir in Verbindung setzen, der kann gerne das Kontaktformular benutzen. Bis jetzt habe ich nur billige Angebote erhalten, die es mir nicht wert war weiter zu verfolgen. Lieber Gratiswerbung für etwas das zu mir passt, als Billigwerbung für irgend welche komischen Produkte oder magere Rabatte.

Nun freue ich mich wieder riesig, auf meinem Liteville durch die Walliser Bergwelt zu cruisen.
Euer ROTSCHER

 

Meine Accounts auf den sozialen Medien:
Instagram
Facebook Blog
Facebook Privat

 

6 Gedanken zu “alles GRATIS

  1. Hallo Rotscher, sehr guter Bericht Du triffst voll ins Schwarze….
    Ich schätze es, wenn sich Blogger nicht für ein paar Rappen und durch Affiliate-Programme kaufen lassen.
    Leider ist es aber eine Zeiterscheinung, dass viele Leute nur noch schnelle und leicht konsumierbare Kost wollen (vergl. die ganzen aufwendig produzierten wohlfühl-Videos, in welche die Unternehmen sehr viel Geld stecken).

    Aber auch das Biken selbst soll eine Wohlfühloase sein: Bahnen und Shuttles zu Flowtrails statt schweisstreibendem Aufstieg mit Glücksgefühl. Künstlich gebauter Bikepark statt unberührte Natur, Halligali beim Après-Bike statt Kulturaustausch in fremden Bikerevieren…
    Entwicklungen die wir aus dem Skisport kennen, werden sich vermutlich auch in der Bikerszene etablieren (s. E-Bike-Hype)…Dort fliessen die Gelder hin, auch wenn sich die Investition noch nicht rechnen lässt…Ein paar altbackene Blogs ohne weibliche Kurven sind eben keine Youtube-Influencer…;-)

    Was mich betrifft: Lieber einen ehrlichen Blog mit Gratiswerbung für etwas, wovon man überzeugt ist. Dieses Alleinstellungsmerkmal haben viele andere den billigen Angeboten geopfert und damit auch einen Teil ihrer Glaubwürdigkeit verspielt…;-)

  2. Hi Rotscher
    Trifft ins Schwarze. Habe gerne Blogs welche dauerhaft verlinkbar sind und ich noch nach Jahren nachfahren kann. (ja, ich gehöre zur seltenen Spezies welche noch eine handsortierte Linkliste führen).
    Die Insta / FaceB was auch immer Bildchen werden durch immer neuen Lärm einfach zu schnell überdeckt. Wird den Werbefritzen noch nicht aufgefallen sein.
    In dem Sinne hoffe ich dass der Blog noch lange lebt und du von den Werbeabteilungen gelegentlich eine adäquate Gegenleistung erhälst.
    Wenn nicht, geniesse das Biken und sei Dir sicher dass du von deinen Lesern Ruhm und Ehre erhälst
    Gruss Aare

  3. Danke euch für die Kommentare! Das motiviert. Aber nun ist es raus, ich bin mit dem falschen Geschlecht geboren 🙂 Mit den fehlenden weiblichen Kurven, mit meinem Gipfelgekracksel, der Meidung von HotSpots etc. bin ich definitiv nicht der Wunschbiker. Trotzdem, ich geniesse das Biken in vollen Zügen … und es geht auch ohne Sponsoren weiter mit allesROTSCHER 😉

  4. Hallo Rotscher

    Ich finde du hast das Thema sehr treffend und mit deiner wie immer erfrischenden ROTSCHERwortwahl beschrieben 😉

    Du bist wohl ein einzigartiger Fall in der Schweizer Bike-Landschaft, und für einige Marketingleute schwierig zu schubladisieren: fahrtechnisch zu gut für den Mainstream, zu ehrlich für eine aalglatte Werbekampagne, zu wenig hipster-mässig ausgerüstet, zu eigenwillig in der Routenwahl – und meiner Meinung nach sind das genau die Punkte, die deinen Blog so toll machen! Darum: mach doch weiter, solang du daran Spass hast, lass dich nicht zu sehr einspannen.

    Schlussendlich sagen alle Influencer «ich würde nie etwas promoten, das ich selber nicht brauche/gut finde». Dir traue ich es zu, und darum kann man hoffen, dass die richtigen Marken sich bei dir melden: Marken, die nicht die kurzfristigen Klicks wollen, sondern eine längerfristige, nachhaltige Wirkung. Liteville vielleicht?? ;-))

  5. Gratuliere, Rotscher, zu den guten Zahlen. Na vermutlich wirst du eben genau deshalb gelesen, weil nicht hinter jedem Post noch zehn #ilovebikenimwallis, #litevillethebest, #eingeladenvomsuperhotelxyz etc. stehen!
    Gruss von einem, der bereits vor dem halben Thurgau ein buntes Österreicher-301 hatte ;o) (Und mittlerweile gemerkt hat, dass die Welt hinter dem Liteville-Horizont noch viel grösser ist, als man als Liteviller so glaubt).
    Christoph

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