Roveredo neu entdeckt

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Heute steht eine Biketour vom Club auf dem Programm. Und wieder ist es eines der vielen Wochenenden mit unbeständigem Wetter. Die Online-Wetteraussichten sind durchgearbeitet, wonach es im Süden am besten sein soll. Nichts wie los nach Roveredo. Das unscheinbare Dorf auf Bündner Seite mausert sich zu einem für uns beliebten Startort. Diesmal besuchen wir jedoch nicht die hübsche Laura, sondern wollen die andere Talseite erkunden.

Das Nachbardorf von Roveredo, San Vittore, ist das Letzte auf Bündner Seite. Dort folgen wir der Strasse den Berg hoch. Die Alp Giova ist hinter uns und wir erreichen nach über 1’000 Höhenmeter in der Nähe der Alp Prepianto ein Wasserbecken. Das ist unser Wendepunkt. Leider zeigt sich auch hier im Süden keine Sonne. Hauptsache es ist trocken. Und schon surfen wir den Trail runter. Für uns bietet er alles was wir lieben. Von den schnellen Passagen bis zu den verblockten Stellen, ein wahres Feuerwerk. Zwischen den Bäumen blicken wir nach Bellinzona. Uns graut es von diesem Anblick. Eine dunkle Wand bewegt sich auf uns zu. Wer wird schneller sein? Die ersten Tropfen fallen. Minuten später schüttet es wie aus Kübeln. Bei einem Gebäude können wir zum Glück unterstehen. Wir checken den Regenradar. Das wird noch einige Minuten dauern. Und zu Hause? Kein Regen.
Endlich geht es weiter. Roveredo ist nicht mehr weit. Teil 1 ist geschafft. Von diesem nassen Zwischenfall lassen wir uns nicht entmutigen. Wir rollen wieder nach San Vittore, über die Kantonsgrenze nach Lumino. Ganz unscheinbar und versteckt steht sie da, die gelbe Gondel. Unfassbar, das sind die unbekannten Orte, die sogenannten Geheimtipps. Aber 2 Bügel für Bikes sind an der Gondel montiert. Die ersten sind wir also nicht. Happy gondeln wir hinauf bis Monti Savorù. Jetzt geniessen wir erstmal die Mittagpause im einfachen Restaurant. Uns werden Unmengen von essbarem aufgetischt. Damit könnte man mindestens die doppelte Anzahl von hungrigen Biker verpflegen.

Mit vollem und fast schwerem Magen schwingen wir uns wieder auf das Bike. Der Hinterbaudämpfer ist durch das Mehrgewicht gleich etwas softer geworden 🙂 Und schon spüren wir wieder den Hunger, aber jener nach tollen Trails. Meter um Meter ist ein wahrer Genuss. Der Pfad schlängelt sich den Hang runter. Die Abfahrt ist erste Sahne und zaubert ein breites Grinsen ins Gesicht. Hoffentlich bleibt dieser Trail auch in Zukunft trotz Gondeltransport noch in einem so tollen Zustand.

Von Lumino geht es vom Ticino zurück ins Bündnerland. Vor Roveredo überqueren wir den Fluss auf dem alten Bahnviadukt. Von der Bahnlinie ist nur das Schotterbett zu sehen. Irgend wie ganz speziell. Und dann, dann ruft die Gelateria. So lassen wir den Biketag gerne ausklingen.

Wir nehmen es mit Humor, als uns bewusst wird, dass bei uns zu Hause kein einziger Regentropfen gefallen ist. Wegen dem schönen Wetter, hätten wir nicht den langen Weg auf uns nehmen müssen. Aber egal, wir haben es genossen und viel erlebt.

Der erste Aufstieg ist geschafft Herrliche Alpwiesen Wohin des Weges? Alte Eisenbahnbrücke Unbekannter Biketransport Ab durch den Wald

Distanz: 37.6 km
Fahrzeit: 3:24 h
Höhenmeter: 1’290 hm
Downhillmeter: 2’270 dm
Bike: Liteville 301 Mk11

 

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