Lopper & Co

Dieser Einladung von Sandra und Reto können wir nicht widerstehen. Ich schon gar nicht, da dieser Fleck Zentralschweiz Bikerneuland bedeutet. Ja, was gibt es schöneres, als von Einheimischen an wunderschöne Plätze und über tolle Trails geführt zu werden. Herrlich, einfach ein riesiges Dankeschön an den Vierwaldstättersee 👍😙

Ein kurzer Kaffee bei unseren Freunden liegt alleweil drin, bevor es auf das Bike geht. Entlang dem Alpnachersee, einem Teil vom verwinkelten Vierwaldstättersee, rollen wir Richtung Alpnach. Sandra gibt ein flottes Tempo vor. Was die meisten nicht mitbekommen ist, dass Hans ganz schön heftig mit dem Geländer kollidiert. Kein Problem für heute, aber die nächsten Tage verliefen für ihn nicht sonderlich angenehm. Zum Glück ist in der Zwischenzeit alles wieder iO.
Die ersten Hometrails warten auf uns. Kein Pfad wird ausgelassen. Im Aufstieg zum Mueterschwanderberg bleibt genügend Zeit um zu plaudern. Oben ist die Sicht auf das blaue Wasser, Stansstad und den Bürgenstock super.

Die Abfahrt ist immer wieder sehr anspruchsvoll. Plötzlich können nicht mehr alle folgen. Was ist los? Nein, Davut hat sein Schaltwerk an einem grossen Stein in Schrott verwandelt. Notbedürftig entfernen wir das Schaltwerk, kürzen die Kette und machen aus dem Fully ein Singlespeed. Zumindest kann er so ins Tal rollen …

In Alpnach füllen wir unsere Mägen, und Hans zusätzlich seinen Akku. Jaja, diese E-Biker … 😉

Davut macht es sich am See gemütlich, während wir den bekannten Lopper unter die Stollen nehmen. Wow, endlich lernt der Rotscher auch mal den Lopper kennen, und muss sich nicht nur alles von Bildern und Aussagen vorstellen. Ich freue mich riesig.
Der Aufstieg ist angenehm, zumindest solange er auf dem breiten Weg verläuft. Dann beginnt die Challenge. Wieviel ist fahrbar? Der Puls bewegt sich fast nonstop innerhalb der letzten 10%. Kurze Pausen sind unumgänglich, und auf ein paar Metern muss ich auch passen.

Die militärischen Spuren sind im Aufstieg unübersehbar. Dann ist der höchste Punkt beim Renggpass erreicht. Ich bin schon ganz kribbelig … Loppertrail.
Fast der einzige Ausblick bietet die Wiesenpassage kurz nach dem Pass. Der erste Teil ist dann recht schottrig. Früher war es anscheinend mal ein richtiger Flowtrail. Weiter geht es. Die Kehren bringen Abwechslung. Zwischen den Bäumen erhaschen wir einen Blick auf den See. Der Trail wird immer besser, Rock and Roll. Ich drücke voll auf die Eisen, eine Schikane versperrt den Trail. Oh wow, wir sind ja schon unten am See. Der Effekt ist wie von 100 auf 0. Von mir aus hätte der Trail noch länger sein können. Aber er war richtig cool, häd gfäged 🤩

Eigentlich ist es auch gut, wenn ein Trail oder eine Biketour zu Ende geht. Das bedeutet nämlich, dass das verdiente Abschlussbierchen wartet 🍻
Am See machen wir es uns gemütlich, geniessen den warmen Sommerabend, den Blick über den See, den anlegenden Raddampfer … So schön kann das Ende einer Biketour sein. Klar werde ich wieder in die Zentralschweiz kommen, einem sehr malerischen Fleck unserer Schweiz.

Distanz: 43.2 km
Fahrzeit: 3:18 h
Höhenmeter: 1’051 hm
Bike: Liteville 301 Mk14

 

2 Gedanken zu “Lopper & Co

  1. Super Bericht Rotscher. Ja der Lopper – verleidet einem nie. Immer wieder geil! Und die Zentralschweiz ist eh immer schön…:-)

Danke für deinen Kommentar !

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