November … und nochmals eine Gipfeltour 😀
Der Parkplatz ist leer und wartet auf die vielen Skitouristen. Nein, ich brauche den Schnee noch nicht, geniesse lieber einen solchen Tag ohne viel Fussvolk und wunderbaren Trailverhältnissen.
Die Alpstrasse führt gleich zu Beginn steil aufwärts. Gut ist das erste Förkle geschafft. Im Schatten hat sich der weisse Frost festgesetzt. Brrr, schnell an die wärmende Sonne. Das zweite Förkle ist auch hinter mir, der Gipfel bereits in Sichtweite. Ab auf den Trail. Ich versuche auf dem Höhenweg so viel wie möglich zu fahren. Dann kommt vor dem Schlussanstieg das Bike definitiv auf die Schultern.
Der Galinakopf ist knappe 2’200 Meter hoch. Die Rundumsicht ist genial, auf die Liechtensteiner Berge, nach Österreich und bis hinüber in die Schweiz.
Für die Abfahrt bin ich gespannt was fahrbar ist. Im Steilstück nach dem Gipfel ist der Weg sehr steinig und steil. Ich absolviere ein paar Meter zu Fuss. Dann folgt der schönste Teil. Flow kommt auf, bevor der Höhenweg wieder ein Wechselbad zwischen fahren und laufen bietet.
Die Abfahrt ist kurz und schnell absolviert. Auf derselben Alpstrasse rolle ich zurück bis zum Sassförkle.







Trotz den kürzeren Tage im November bleibt noch genügend Zeit für eine nächste Schlaufe, einen zusätzlichen Gipfel.
Ich verlasse die Alpstrasse und geniesse die paar Meter schmaler Pfad. Als Aufstiegsroute habe ich mich für die Variante im Talkessel entschieden, über die Wiesen und Weiden.
Wie so oft muss der Berg zu Fuss bewältigt werden. Kein Problem. Ich bin mich gewohnt das Bike zu schleppen.
Auch der Schönberg besitzt ein grosses, massives Gipfelkreuz. Mit seinen guten 2’100 Metern liegt der Berg etwas tiefer als der Galinakopf. Von hier geniesst man eine herrliche Sicht auf das obere Ende vom St.Galler Rheintal und die Schweizer Alpen.
Die ersten Meter Abfahrt über den Bergrücken sind herrlich. Hier würde ein Weg rechts abbiegen. Das wäre sicher auch eine Abfahrtsvariante, die ich jedoch nicht kenne. Mein Plan ist ein Besuch der Drei Kapuziner 🙂 Nein, es ist kein Kloster. Hier scheinen die Berge ziemlich heilig zu sein.
Ich hatte vor langer Zeit beim Recherchieren ein Bild von einem ausgesetzten Weg entlang der Drei Kapuziner gesehen. Da war schnell klar, den muss ich erleben.
Der Pfad ist echt super und eindrücklich, mit dem Bike eher ungeeignet. Gut hat es kein Fussvolk unterwegs. Das Queren wäre nicht ganz einfach gewesen. Klar, ich versuche einige Meter zu fahren, was auch gelingt. Herausfordern möchte ich nichts und bringe auch ein paar Passagen zu Fuss hinter mich. Das Ende vom Weg kündigt sich an. In einigen engen Zickzack-Kehren ist mein Können vom Hinterradversetzen gefordert.
Den gleichen Weg zurück. Nein, ich entdecke einen Abzweiger. Mein Bike düst im Entdeckermodus durch den Wald. Der Trail ist nicht markiert, aber richtig cool. Ich stosse auf den ausgeschilderten Wanderweg. Weiter geht es bis zur Waldlichtung. Herrlich diese Sonne. Im Windschatten liege ich auf die Wiese und geniesse die letzten wärmenden Strahlen.
Der Schlussteil ist nicht mehr so toll. Viel Schotter auf dem steilen und eher breiten Weg drosselt das Tempo.









So genial, Anfang November noch zwei tiefere Gipfel bestiegen zu können. Das war jetzt definitiv das Ende der Tourensaison. Über den Winter wird mein Hardtail für Trainingsfahrten im Flachland aktiv sein.
Distanz: 20.7 km
Höhenmeter: 1’419 hm
Bahnunterstützung: Keine
Bike: Last Coal MX V4
Super, da hast du ja dieses jahr die BBS-saison im ländle ganz schön verlängert und hast noch gipfeli gestürmt, als mein 301 bereits in tiefsten winterschlaf war 8)