die erste und letzte Tour

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Es ist natürlich nicht die erste Tour in meinem Bikerleben, und schon gar nicht die Letzte. Dennoch bringt es die Aussage im Titel auf den Punkt. So war das Jahr 2015. Die erste richtige Tour absolviere ich mit Felix und Peter am 10. Januar, die Letzte mit den gleichen Bikerkollegen am 29. Dezember. Also quasi Saisoneröffnung und Saisonabschluss im Süden. Beide Male besuchen wir die hübsche Bündnerin Laura und geniessen die Abfahrt auf Tessiner Boden.

Auch heute haben wir kein Glück und passieren die Häusergruppe ohne Laura zu treffen. Oder gibt es diese hübsche Bündnerin gar nicht? Wahrscheinlich ist meine Fantasie einfach zu gross 🙂 Nach weiteren Höhenmetern dann endlich das Tor zum Süden. Diesmal ohne Schnee und Eis. Nur ein paar frostige Stellen deuten an, dass es Winter und nicht Frühling oder Herbst ist. Vom Schatten geht es an die Sonne. Herrlich! Wir saugen die wärmenden Strahlen auf.
In der Abfahrt nehmen wir diesmal kurz vor der Alpe di Gesero die Route über den Sasso Guidà, einen Felsen mit Festung aus dem 1. Weltkrieg und Gipfelkreuz. Auch wenn nicht alles fahrbar ist, gefällt mir diese Variante super. Und weiter geht es, immer mit Blick auf die Magadinoebene. Himmlisch! Dann gelangen wir langsam aber sicher in den Wald mit dem vielen Laub. Das Tempo reduziert sich automatisch. Teils gleiten wir wie auf Eiern im Schneckentempo durch die extrem glitschigen Blätter. Das Fahren wird zur Glücksache. Hauptsache wir halten uns auf den Pedalen.
Weiter unten auf dem Kappellenweg können wir es wieder krachen lassen. Die Kette schlägt und die Federelemente müssen Schwerstarbeit leisten. Alle paar Meter muss das Bike über die Querrinne geflogen werden. Eine kleine Nachlässigkeit bedeutet ein krasser Durchschlag.

Ciao Bellinzona. Das Castelgrande bewacht die schöne Altstadt und ist von weitem zu sehen. Einfach bella Ticino. Wir pedalen aber weiter, um vor der Dämmerung wieder in Roveredo zu sein. Kaum sind wir ins Valle Mesolcina abgebogen, begleitet uns in diesem Schattenloch der weisse Frost und Minustemperaturen. Brrrr, war es am Sonnenhang doch so schön und sogar mit Kurzarmfeeling.

Auf dem Heimweg geniessen wir das verdiente Nachtessen zu diesem herrlichen Saisonabschluss. Wow, was für ein Tag am Ende vom Jahr. Kein Schnee, aber leider auch keine Laura 😉
Danke Felix und Peter, es ist immer cool mit euch!

 

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Für jene die in der Geografie einen Fensterplatz hatten und sich fragen, wieso ich im Süden bin und vom Kanton Graubünden schreibe, hier eine kleine Erklärung. Das Valle Mesolcina ist eines der Bündner Südtäler und liegt auf der anderen Seite vom San Bernardino. Roveredo ist fast das letzte Dorf auf Bündner Boden. Auch Laura zählt zum Kanton Graubünden. Das Tunnel bildet die Grenze zum Kanton Tessin.
Alles klar?

Distanz: 41.5 km
Fahrzeit: 4:07 h
Höhenmeter: 1’836 hm
Bike: Liteville 301 Mk11

 

1 Gedanke zu “die erste und letzte Tour

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