Schienerberg – anders als gedacht

Schöner kann das Wetter fast nicht sein und die Temperatur erreicht 10 Grad. Da wird in mir die Lust nach Trails und Flow wach. Ideal eignet sich hier der Schienerberg für mein Vorhaben.

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Ich starte am Hüttwilersee …

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… folge später dem Nussbaumersee entlang und erreiche schon bald Oberstammheim mit seiner schönen Kappelle.

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Über den Stammerberg gelange ich nach Stein am Rhein. Schon diese ersten Kilometer zeigen mir, dass die Böden sehr tief sind. Aber vielleicht sieht es auf dem Schienerberg ja anders aus.
Auf der Strasse erklimme ich die Burg Hohenklingen oberhalb von Stein am Rhein.

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Ein paar Meter weiter gönne ich mir eine kurze Pause beim Aussichtspunkt mit Grillstelle.

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Endlich, die Trails warten förmlich auf mich.

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Der erste Teil war ganz akzeptabel. Damit meine ich natürlich die Nässe. Der Trail ist sowieso sehr fein.
Die Landesgrenze habe ich überfahren und befinde mich in Deutschland.
Bei Langenmoos entscheide ich mich noch für eine Zusatzschlaufe runter nach Gaienhofen. Die Abfahrt beginnt gleich mit einer Enttäuschung. Schlamm so weit das Auge reicht. Innert kürzester Zeit bin ich vollgeschlammt. Der untere Teil entschädigt dafür mit trockenen Trails. Das erste Mal ein wenig Flow.
Nach dem erneuten Aufstieg nach Langenmoos steche ich in den endlosen Singletrail über den Schienerberg. Hoffentlich mit trockenen Trails und viel Flow.

Mit dieser klaren Vorstellung nach Trail und Flow bin ich in diese Tour gestartet. Gekommen ist es anders. Der gesamte Trail ist eine reine Schlammpiste. Teilweise sind sogar noch Schneeresten vorhanden.

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Ich kämpfe mich Meter um Meter vorwärts. Von Grenzstein zu Grenzstein.

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Das geht gewaltig in die Oberschenkel.
Ich bin froh als ich den Herrentisch erreiche. Von hier habe ich einen wunderbaren Ausblick Richtung Singen.

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Jetzt noch das Tüpflein auf dem i, die Abfahrt. Aber so richtig spassig möchte es nicht werden. Ich muss froh sein, dass es mich nicht hinschmeisst.
Den Wolkersteinerberg lasse ich aus und radle flach zurück nach Stein am Rhein.
Wie immer ist reger Betrieb im Städtchen. Da ziehe ich mit meiner Schlammpackung von Kopf bis Bike die Blicke auf mich.
Beim Steg zur Insel Werd knipse ich noch zwei Fotos. Von Stein am Rhein mit Burg Hohenklingen und der Insel.

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Schade habe ich mein Auto am Hüttwilersee. Jetzt muss ich nochmals einen Hügelzug überwinden. Ich schleiche förmlich den Berg hoch. Der Akku ist definitiv leer. Hätte ich doch einen Riegel mehr eingepackt.
Als Abschluss durchfahre ich noch das Tobel beim Schloss Steinegg runter zum See. Endlich, geschafft.

Eigentlich eine sehr schöne Tour. Einzig meine Vorstellung war falsch. Diese bestand nur aus viel Flow, und diesen habe ich nicht gefunden. Trotzdem, enttäuscht möchte ich nicht sein. Schön wieder auf dem Bike zu sitzen und gut hat es alleweil getan. Und übrigens hätte ich es ja wissen müssen. Nach Schnee und Eis kommt der Schlamm. Ist ja logo.
Das nächte Mal muss ich wohl ohne fixe Vorstellungen auf mein Bike sitzen.

Distanz: 63.5 km
Fahrzeit: 5:01 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 12.7 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 44.4 km/h
Höhenmeter: 1’540 hm
Durchschnittspuls: 133 bpm
Maximalpuls: 176 bpm
Bike: Liteville 301

 

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