mehrfach bis ans Limit

Auf der Tour mit David von t-error musste ich gleich mehrfach das Limit kennen lernen. Die Kondition, das Material und die Fahrtechnik haben wir ausgelotet.

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Alles begann mit der Anfrage von David zu einer gemeinsamen Tour. Er wollte wieder Mal die Walenseeumrundung unter die Stollen nehmen. Ja klar, aber ich dachte, dass diese Runde auch etwas ausgedehnt werden könnte. Ich war noch nie auf dem Palfries. So kann doch sicher der Palfris mit dem Walenseetrail verbunden werden.
So weit so gut. Die Theorie ist perfekt, der GPS-Track geladen. Also nichts wie los.

Wir treffen uns in Sargans. Die ersten Höhenmeter kurbeln wir das Asphaltsträsschen hoch mit Blick auf Sargans und Schloss.

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Je höher wir kommen umso schöner der Weitblick über die Talebene.

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Der Weg wir bald eine Kiesstrasse und nach dem Wasserfall ein super Trail.

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Über diverse Brücklein flitzen wir dem Hang entlang bis uns die Strasse stoppt. Für den restlichen Aufstieg folgen wir der Strasse hinauf bis Palfris.

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Im Restaurant gönnen wir uns etwas Flüssiges und Nussgipfel. Der anschliessende Wiesenweg ist ein Slalom durch die Kuhfladen. Immer im Blickfeld der Walensee. Bis ganz ans Ende des Sees möchten wir noch.

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Endlich die ersten Trails zum rocken.

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Die Niederschläge der letzten Tage haben Spuren hinterlassen. Wurzeln und Steine sind teils recht rutschig. Dies zwingt uns einige Male zum Absteigen. Die Trails werden immer bissiger. Wir bewegen uns bereits am Limit des Fahrbaren.

Stufen um Stufen steuern wir unsere Bikes den Abhang hinuter. Nicht nur wir, auch das Material ist gefordert. Auf meine Tublessreifen wirken extreme Seitenkräfte ein. Plötzlich ein komisches Zischen. Nichts ahnend geht es weiter. Dann wieder, der Reifen knickt von der Felge. Dichtmilch spritzt heraus. Sch..sse. Der Reifenwulst hat sich auf einer Länge von ca. 20 cm aus der Felgenflanke gezwängt. Sind 1 bar im Vorderreifen vielleicht doch etwas zu wenig Luft für solche Belastungen? Das Tublesssystem ist am Limit. Mit Pumpen und Drücken erfolgt dann der erlösende Knall. Alles wieder Einsatzbereit.

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Immer noch ist der Walensee einige Kilometer entfernt.

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Nach sehr anstrengenden Metern mit diversen Laufpassagen gönnen wir uns nochmals einen Halt auf dieser Alp.

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Dann geht es im gleichen Stil weiter. Der See rückt näher und die Felswände über uns immer imposanter.

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Ein toller Downhill entschädigt für die Strapazen. Aber auch hier stosse ich ans Limit. Mein Vorderrad hat den Absatz überwunden und in einer Vertiefung festen Halt gefunden. Ich spüre wie mein Hinterrad anhebt. Zu spät. Ich werde über den Lenker katapultiert.
Mit diversen Schrammen und Prellungen geht es weiter.

Der Anfang des Sees ist erreicht. Ein Blick zurück. Ganz hinten links ist Palfries zu sehen.

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Wir befinden uns auf der eigentlichen Walenseeumrundung. Immer wieder geniessen wir die grandiose Natur. Die Churfirsten ragen senkrecht in die Höhe.

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Die Trails werden immer schöner. David schlängelt sich zwischen den Steinen durch.

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Der Walensee links tief unter uns, die Churfirsten recht hoch über uns und zwischendurch unser Trail. Phantastisch.

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Wir erreichen die Laubegg.

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Jetzt die langersehnte Abfahrt runter zum See. Hier sind die Trails erstaunlich trocken und griffig. Ein wahres Feuerwerk von Trails die alles bieten.

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Über Stunden quälen wir uns der steilen Bergflanke entlang und innert kürzester Zeit ist der Downhill Vergangenheit. Wieso müssen diese tollen Trails so schnell zu Ende sein?

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Der Rest ist schnell erzählt. Von Weesen radeln wir auf dem Veloweg im Tal zurück nach Sargans.

So geht eine Tour voller Limits zu Ende. Ich habe mein fahrtechnisches Limit mit dem Sturz voll ausgeschöpft, das Tublesssystem über das Limit belastet und die Kondition ans momentane Limit geführt. Nur mein Liteville scheint kein Limit zu kennen. Es hat genial seinen Dienst erfüllt.

Herrlich war es!
Danke David für den tollen Tag. Es war nicht das Letzte Mal dass wir zusammen Biken gehen. Sollte die nächste Tour weniger anstrengend sein bin ich auch nicht böse 🙂

Die nächsten Tage sind velofrei. Meine Plessuren müssen zuerst verheilen und ich soweit wieder einsatzbereit sein, dass ich wegen meiner Oberschenkelprellung nicht mehr durch die Gegend humpeln muss.

Distanz: 90.6 km
Fahrzeit: 8:36 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 10.3 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 51.2 km/h
Höhenmeter: 2’802 hm
Bike: Liteville 301

 

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