Brake Force One – wie sie an mein Bike kommt

An der Eurobike 2011 hat die neue Bremse „Brake Force One“ für Aufsehen gesorgt. Sie soll neue Massstäbe bei den Scheibenbremsen setzen. Wie diese Neuheit „made in Germany“ an mein Bike kommt und was ich damit bezwecke, erfährst du in diesem Bericht.

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Das Telefon klingelt. Stefan meldet sich am anderen Ende. Ja, Stefan kenne ich seit ein paar Jahren. Er ist nicht nur Vater der Transalpes Bikes, sondern auch Inhaber der Firma Trail Supply AG, welche den Schweizer Import der „Brake Force One“ abwickelt.
Ich staune nicht schlecht, als er mich fragt, ob ich Interesse hätte, die brandneue Bremse für eine Saison auf Herz und Nieren zu testen.
Logo, klar, was für eine Frage.
Die Idee von Stefan überzeugt. Er möchte von der Bremse Langzeiteindrücke. Dies nicht von bezahlten Profibikern, sondern von unabhängigen „Normalverbrauchern“. Es gibt nichts aussagekräftigeres als Langzeiterfahrungen aus der Praxis.
Obwohl die Bremse noch nicht lange auf dem Markt ist, gibt es bereits Testurteile in Bike-Foren die keine Hände und Füsse haben. Eigentlich schade. Umso schöner, wenn ich dazu ein realistisches Urteil beitragen kann.

Vor gut einer Woche war es dann soweit. Die edlen Teile wurden an mein Bike montiert.
Das sehr schöne CNC-gefräste und rot eloxierte Teil ist nicht zu übersehen. Dazu gibt es am Hinterrad eine 180er und am Vorderrad eine 203er Scheibe. Bremsbeläge und Scheibe sind ebenfalls von „Brake Force One“.

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Die Bremsgriffe sind als Einfingerhebel geformt. Kein Problem, versprechen die Entwickler. Die Bremse verfügt über eine enorme Bremskraft. Auch bei langen Downhills soll der Zeigefinger genügen.

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Was ist an dieser Bremse aber anders?
Herkömmliche Bremsen: Je mehr Kraft am Bremshebel angewendet wird, umso mehr Bremskraft wird erzeugt.
Brake Force One: Je weiter der Hebel gezogen wird, umso mehr Bremskraft steht zur Verfügung. Dies ohne grösseren Kraftaufwand.
Daher ist die Power Wegabhängig und nicht Kraftabhängig.

Die wichtigsten Vorteile sind folgende:
– bessere Bremskraft dank Bremskraftverstärker
– weniger Kraftaufwand am Bremshebel
– nur ein Finger zum Bremsen erforderlich
– aktives Zurückziehen der Bremsbeläge, dadurch keine schleifenden Beläge
– manuelle Verstellung der Belagszwischenräume
– kein Ausgleichsbehälter nötig

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Die „Brake Force One“ hat Platz an meinem Liteville 301 mit v/h 170/160 mm Federweg gefunden. Ich bezeichne mein Bike als Touren-Enduro. Es wird mich auch diese Saison auf vielen Kilometern und Downhillmetern begleiten. Bei mir zu Hause im hügeligen Thurgau, in den Voralpen oder Alpen. Es werden wieder ein paar sehr schöne Leckerbissen auf dem Programm stehen. Insgesamt werden es sicher viele würdige Stunden auf anspruchsvollen Trails, um den Bremsen so richtig einzuheizen und die Power zu fühlen.

Um eine möglichst seriöse Aussage zu erbringen, führe ich Buch über Touren und Daten. Natürlich sind all meine BlogleserInnen an forderster Front. Hier erfährst du verteilt auf die Saison Aktuelles zu diesem Langzeittest. Also dranbleiben 😉
Jetzt aber ab auf den Trail, die Bremsen müssen eingefahren werden.

An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an Stefan von Trail Suppley AG für das grosse Vertrauen in mich!

 

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