WM-Trail und Suvrettaloop

Den letzten Tag vom Bikeweekend mit den Kollegen der Gipfel(i)-Stürmer, lassen wir locker angehen. Etwas Bahnenbiken und anschliessend den Suvrettaloop durch das Suvretta da Samedan und Val Bever.

Zum ersten Teil vom Tag gehört der gebaute WM-Trail. Dieser präsentiert sich im Gegensatz zum Corvigliatrail als sehr lohnenswert. Er ist echt flowig und abwechslungsreich. Kein Wunder lassen wir ihn gleich zweimal unter den Stollen durchsausen.
Kurt und ich wollen es wissen und testen die Direttissima-Abfahrt vom Piz Nair. Der knackige und abschüssige Trail ist für uns ein gefundenes Fressen. Der Rest der Truppe gönnt sich ein paar Trailmeter mehr, aussen durch.

Der Abschluss bildet der bekannte Suvrettaloop. Landschaftlich ist das Tal sehr schön, bikemässig jedoch von Jahr zu Jahr anspruchsloser. Im oberen Teil wurde fleissig gebaggert. Das Resultat ist ein eher breiter Schottertrail. Auch weiter unten, im flacheren Trailabschnitt, ist ein Bagger an der Arbeit um den Pfad zu verbreitern, die Steine zu entfernen und zu planieren.
Ich liebe die echten, ursprünglichen Trails. Daher ist für mich diese Abfahrt nicht mehr sonderlich attraktiv. Das ist jedoch meine ganz persönliche Meinung. Für andere BikerInnen ist der Loop endlich fahrbar, richtig flowig und ein Besuch wert.

In Spinas checken wir nochmals im Restaurant ein, bevor es auf Strasse und Singletrails zurück nach Celerina geht.
Leider hat auch dieses verlängerte Weekend ein Ende. Nur schweren Herzens verlassen wir das wunderschöne Oberengadin und sagen „a revair“. Und ein herzliches Dankeschön geht an die Bikekollegen, es war echt Klasse mit euch.

 

Distanz: 39.8 km
Fahrzeit: 2:17 h
Höhenmeter: 76 hm
Downhillmeter: 3’143 dm
Bike: Liteville 301 Mk11

 

4 Gedanken zu “WM-Trail und Suvrettaloop

  1. Schade, dass der Suvrettaloop im Namen des Flows planiert wird. Vor 15 Jahren da wer es mit den 26″ Bike’s noch eine echte Herausforderung – trotzdem Landschaftlich top. Wir können uns aber der Evolution nicht entziehen, auch in deiner Bike Gruppe sind wie auf den Fotos zu sehen zwei fahrende Playmobil-Ritter dabei welche dann trotz Ausrüstung bei den Bildern vom Piz Nair fehlen…….

  2. ja sehr schade, auch ich habe den Suvrettaloop noch anders in erinnerung. St. Moritz ist da aber leider keine ausnahme, wo früher jahrzehntelang die natur für das alpinskiing verunstaltet wurde, macht man jetzt in gleicher weise weiter fürs biken. ob sich da die orte auf lange sicht einen gefallen tun ist fraglich, es lockt halt das (schnell) geld mit einem clientel das bereit ist dieses auch auszugeben. auch beim biken habe ich den eindruck, dass bei vielen ja länger desto mehr nur noch der schnelle spass ohne grosse anstrengung im vordergrund steht. da kann ich sogar die skepsis gewisser wanderer verstehen, denn diese betreiben ihr hobby meist aus den gleichen beweggründen wie ich das biken, nähmlich in erster linie dem (unberührten) naturerlebnis wegen. ich hoffe dass zumindest das wallis da nicht in gleichem masse mitziehen wird, wie es viele orte im bündnerland vorgemacht haben, aber die hoffung ist klein. zum glück haben wir aber so viele berge hier, da bleiben immer noch genügend unberührte gegenden für uns aussenseiter übrig, welche auf bahnen und planierte wege verzichten können.

  3. Danke Dani und Sven für euer Statement. Ich ziele je länger je mehr in die Richtung, dass ich lieber ein paar Meter Bikeschieben oder Biketragen in Kauf nehme, anstelle auf einem plattgewalzten Trail fahren zu müssen. Zwischendurch kann das Spass bereiten, aber es soll die Ausnahme sein. Anziehend sind für mich die Bikeparks und Flowtrails nicht, machen auch keinen Sinn. Mountainbiken ist für mich immer noch eine Natursportart. Hoffentlich entstehen wirklich nicht überall solche gebauten Pisten in den Bergen. Ich möchte lieber 100%ige Akzeptanz auf den Singletrails 🙂

  4. naja ihr sprecht da das Bündnerland an, stimmt, die Bergbahnen und Tourismus Destinationen bauen Bike Trails, Shapen wie die wilden neue, glattpolierte kurvenbahnen in den Berg, auch Enduro und Downhill-Trails werden gebaut, aber nur da wo schon bestehende Bergbahnen ansässig sind, die Bergbahnen und angegliederte Tourismus Destinationen suchen und brauchen auch dringend einnahmen neben dem Wintergeschäft.
    Ja auch wir rufen schon, es ist genug, nur, was ist genug ? jetzt sind die E-Biker im Vormarsch, und sie haben gemerkt dass man mit Unterstützung auch auf Single Trails bergauf fahren kann, wenn man es denn kann, also werden auch E-Bike Uphill Trails gebaut, wohin das führt wissen wir noch nicht genau.
    Aber, wie schon erwähnt, diese „Autobahnen“ sind nur in den Skigebieten, ich kann nur für das Bündnerland sprechen, wir haben hunderte Kilometer Single Trails die vollends naturbelassen sind, nicht nur offizielle Wanderwege, auch uralte Übergänge, Trampelpfade und dergleichen, warum also auf die in allen heften und online beschriebenen strecken fahren ?
    Es ist doch dasselbe im Winter, ich denke ich bin ein akzeptabler Skifahrer, trotzdem siehst du mich nicht auf der Skipiste, aber in den bergen, mit den touren Ski oder den Schneeschuhen, denn auch im Winter will ich aus eigener kraft auf den Berg und die Natur geniessen, meist Mutter Seelen alleine rauf und auch wieder runter.

    in diesem sinne …. cello

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